Informationen zu Bau, Immobilien und Wohnungsmarkt.

Viele Menschen entscheiden sich bewusst gegen einen Makler. Das ist oft eine Kostenfrage. Die Maklerprovision, die in Deutschland oft zwischen 3 % und 7 % des Kaufpreises liegt, ist kein Pappenstiel. Wenn du diesen Betrag sparen möchtest, liegt der Schlüssel darin, die Aufgaben des Maklers selbst zu übernehmen. Das bedeutet jedoch auch, dass du dich intensiv mit dem Verkaufsmarkt, der rechtlichen Seite und der Vermarktung auseinandersetzt. Privat Wohnungen zu verkaufen erfordert Zeit und eine gewisse Grundkenntnis des Ablaufs. Wenn du bereit bist, diese Zeit zu investieren, kannst du viel Geld sparen.
Deine innere Checkliste: Bist du bereit für den Selbstverkauf?
Bevor du die ersten Fotos machst, solltest du ehrlich zu dir sein. Was kannst du gut, und wo brauchst du vielleicht doch externe Hilfe? Der Selbstverkauf funktioniert gut, wenn du:
• Zeit hast: Rechne mit einigen Wochen intensiver Arbeit für Besichtigungen und Vorbereitung.
• Verhandlungsgeschick mitbringst: Du musst in der Lage sein, ruhig und bestimmt über den Preis zu sprechen.
• Dich in den Papierkram einarbeitest: Unterlagen zusammenstellen ist Pflicht.
• Emotionale Distanz wahren kannst: Der Abschied von der eigenen Wohnung ist nicht immer leicht.
Wenn du bei diesen Punkten unsicher bist, ist es völlig in Ordnung, nur für bestimmte Teilschritte (z.B. die professionelle Bewertung) externe Hilfe hinzuzuziehen.
Der häufigste Fehler beim Privatverkauf ist die falsche Preisfindung. Ist der Preis zu hoch, schrecken Käufer ab und die Wohnung steht monatelang leer. Ist er zu niedrig, verschenkst du bares Geld. Du musst eine realistische Markteinschätzung bekommen, wenn du privat wohnungen zu verkaufen planst.
So ermittelst du den Wert deiner Immobilie
Vergiss die Bauchgefühl-Schätzung. Eine fundierte Wertermittlung basiert auf Fakten. Schaue dir an, was ähnliche Wohnungen in deiner direkten Nachbarschaft in letzter Zeit tatsächlich verkauft wurden – nicht, was sie angeboten wurden. Online-Portale helfen dir bei der ersten Orientierung, sind aber oft ungenau, da sie die individuelle Ausstattung nicht kennen. Für den nächsten Schritt, wenn du dein Haus verkaufen möchtest, solltest du dir ansehen, welche Objekte aktuell zum Verkauf stehen, um den Markt besser einschätzen zu können, wie in diesem Beitrag zum Thema Haus zu verkaufen: Ihr neues Zuhause wartet! beschrieben wird.
Hol dir unbedingt vergleichbare Daten. Das sind die sogenannten Vergleichsobjekte. Achte auf:
• Lage: Gleiche Straße oder direkter Umkreis.
• Größe und Schnitt: Quadratmeterzahl und Raumaufteilung.
• Zustand und Ausstattung: Wann wurde das Bad saniert? Gibt es einen Balkon?
• Grundbuchdaten: Welche Rechte sind im Grundbuch eingetragen?
Ein Sachverständiger kann dir hier eine verlässliche Schätzung liefern. Das kostet zwar etwas Geld, schützt dich aber davor, später beim Preis nachgeben zu müssen.
Deine Anzeige ist dein wichtigstes Werkzeug, um Interessenten anzuziehen. Beim Verkauf von Privat Wohnungen zu verkaufen, entscheidet die Qualität der Darstellung oft über den Erfolg.
VIDEO: Immobilie verkaufen ohne Steuern zu zahlen – Alle Mglichkeiten
Licht, Ordnung und der erste Eindruck
Käufer verlieben sich online, bevor sie überhaupt vor der Tür stehen. Das bedeutet: Aufräumen und Entpersonalisieren ist das A und O. Nimm alle persönlichen Fotos, Sammlungen und unnötigen Möbelstücke weg. Die Wohnung soll potenziellen Käufern die Chance geben, sich dort selbst vorzustellen.
Die Fotos müssen stimmen. Tageslicht ist dein bester Freund. Öffne alle Vorhänge und lüfte gut durch, bevor du fotografierst. Wenn du dir die Fotos ansiehst, frage dich: Würde ich diese Wohnung ansehen wollen? Manchmal reicht es schon, einen professionellen Fotografen für ein paar Stunden zu buchen, um den Unterschied zu sehen.
Wichtige Lektüre
Vertiefe dich weiter in Privat wohnungen zu verkaufen mit einer Reihe sorgfältig ausgewählter Links.
• Immobilie privat verkaufen: So ist der Ablauf | deinimmokäufer
Das Exposé schreiben
Das Exposé ist der schriftliche Rahmen. Sei ehrlich, aber verkaufe die Vorteile. Nenne alle wichtigen Daten: Baujahr, Energieausweisdaten (den brauchst du zwingend!), Zustand der Heizung, letzte Renovierungen. Vermeide blumige Sprache. Schreibe lieber konkret:
Statt: „Charmantes Lichtdurchflutetes Wohnzimmer mit Wohlfühlatmosphäre.“
Schreibe: „Großzügiges Wohnzimmer (30 qm) mit Südausrichtung und Blick ins Grüne. Neue Fußbodenheizung (2020 installiert).“
Hier trennen sich die Wege der Laien von denen der Profis. Wenn du privat wohnungen zu verkaufen beabsichtigst, musst du alle Unterlagen griffbereit haben, bevor du die erste Besichtigung anbietest. Käufer, die ernsthaft interessiert sind, verlangen diese Dokumente oft schon vor dem zweiten Termin.
Diese Dokumente brauchst du mindestens:
• Aktueller Grundbuchauszug (nicht älter als 6 Monate).
• Energieausweis (Pflicht bei jeder Vermarktung!).
• Grundrisszeichnungen (falls vorhanden).
• Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen (wenn es eine Wohnungseigentümergemeinschaft – WEG – gibt).
• Übersicht über die letzten Betriebskostenabrechnungen und die Höhe der Instandhaltungsrücklage.
Diese Papiere zeigen dem Käufer, dass du transparent arbeitest und die Wohnung gut verwaltet hast. Fehlende Unterlagen sind ein großes Warnsignal für Käufer.
Jetzt kommen die Interessenten. Sei pünktlich und gut vorbereitet. Biete eine kurze, aber präzise Führung an. Gehe die wichtigsten Punkte durch: Wo ist der Speicher? Wie ist die Anbindung? Wo sind die jüngsten Reparaturen durchgeführt worden?
Bleibe ruhig beim Verhandeln. Wenn jemand versucht, dich durch geschickte Gesprächsführung unter Druck zu setzen, zieh die Bremse. Du musst nicht sofort reagieren. Sag lieber: „Das ist ein interessanter Vorschlag. Ich möchte darüber nachdenken und melde mich morgen bei Ihnen.“ Das gibt dir Raum, über das Gebot nachzudenken, ohne sofort nachgeben zu müssen.
Denke daran: Du verkaufst nicht nur Wände und Böden. Du verkaufst einen Lebensabschnitt. Wenn du eine emotionale Bindung zur Wohnung hast, versuche, diese im Gespräch nicht zu sehr durchscheinen zu lassen. Das ist dein Verhandlungsvorteil.
Wenn du dich mit einem Käufer geeinigt hast, ist der Notar der nächste unverzichtbare Ansprechpartner. In Deutschland muss der Kaufvertrag notariell beurkundet werden, damit er gültig ist. Wenn du privat wohnungen zu verkaufen erfolgreich abgeschlossen hast, bedeutet das: Ihr habt euch geeinigt, jetzt lasst ihr den Vertrag aufsetzen.
Wichtig: Der Notar ist neutral. Er kümmert sich um die rechtliche Korrektheit und die Abwicklung des Geldflusses, aber er berät dich nicht in deinem Interesse als Verkäufer. Lies den Vertragsentwurf sorgfältig durch, den du vom Notar erhältst. Lass dir alles erklären, was du nicht verstehst. Gerade Formulierungen zur Übergabe der Wohnung oder zur Gewährleistung (Haftung für Mängel) sind entscheidend.
Beim Thema Gewährleistung gibt es oft die Formulierung „gekauft wie gesehen“ oder „unter Ausschluss der Sachmängelhaftung“. Diese Klausel schützt dich als Privatverkäufer oft besser vor späteren Klagen, sollte doch ein versteckter Mangel auftauchen. Besprich dies unbedingt mit dem Notar, wenn du deine Privat Wohnung zu verkaufen planst.
wie lange dauert es, privat eine wohnung zu verkaufen?
Die Dauer ist sehr unterschiedlich und hängt stark vom Markt, dem Preis und der Präsentation ab. Rechne realistisch mit drei bis sechs Monaten. Wenn du schnell verkaufen musst, kann das den Preis drücken, da du weniger Verhandlungsspielraum hast.
muss ich als privatverkäufer die mängel verschweigen?
Nein, auf keinen Fall. Du musst bekannte, nicht offensichtliche Mängel aktiv nennen. Das Verschweigen von gravierenden Mängeln (z.B. ein bekanntes Feuchtigkeitsproblem im Keller) kann später zu hohen Schadensersatzforderungen führen.
was kostet der notar beim wohnungsverkauf?
Die Notarkosten werden in der Regel zwischen Käufer und Verkäufer geteilt, sofern ihr nichts anderes vereinbart. Sie richten sich nach dem Kaufpreis der Immobilie und liegen oft zwischen 1,0 % und 1,5 % der Gesamtsumme, die für die Beurkundung anfallen.