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Der Gedanke, alles selbst zu machen, klingt oft verlockend, weil man die Maklerprovision sparen möchte. Das ist verständlich. Aber denk mal ehrlich darüber nach: Wie viel Zeit hast du? Und kennst du den aktuellen lokalen Markt in deinem Viertel wirklich in- und auswendig? Ein guter Makler übernimmt nicht nur die Besichtigungen, sondern vor allem die komplette Organisation und das Fachwissen.
Die Markteinschätzung: Kennst du den wahren Wert deiner Wohnung?
Das ist der erste Stolperstein für viele private Verkäufer. Du liebst deine Wohnung, hast viel investiert und setzt vielleicht einen Preis an, der deinen emotionalen Wert widerspiegelt. Aber der Markt sieht das anders. Ein Profi kennt die Vergleichswerte in deiner Straße. Er weiß, welche Ausstattungsmerkmale gerade gefragt sind und wie man eine realistische, aber ambitionierte Preisstrategie aufbaut. Eine falsche Preisfindung führt oft dazu, dass deine Wohnung „verbrennt“ – sie steht lange online, potenzielle Käufer denken, es gäbe einen Haken, und am Ende musst du den Preis senken. Das ist psychologisch ungünstig.
Der Faktor Zeit und Nerven
Wenn du arbeitest oder Familie hast, frisst die Wohnungssuche für Interessenten enorme Zeit. Du musst Anrufe entgegennehmen, Termine koordinieren und dann die oft unvorbereiteten Interessenten durch die Räume führen. Ein Makler filtert vor. Er spricht mit den Leuten, bevor er sie überhaupt zu dir nach Hause lässt. Das bedeutet: Weniger Zeitverschwendung durch „Immobilien-Touristen“ und mehr ernsthafte Anfragen. Für den stressfreien Verkauf deines Hauses schneller, sicherer und zum besten Preis ist das ein wichtiger Punkt.
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Rechtliche Sicherheit und Dokumente
Eine Wohnung verkauft sich nicht nur über schöne Fotos. Es gibt einen Berg an Unterlagen: Grundbuchauszug, Energieausweis, Wohnflächenberechnung, Protokolle der Eigentümerversammlung. Wenn du diese Dokumente nicht lückenlos und korrekt hast, kann der Notartermin platzen oder es kommt später zu Ärger mit dem Käufer. Ein Makler sorgt dafür, dass alle Unterlagen vorliegen und korrekt sind. Das gibt dir Sicherheit, gerade wenn es um komplexere Dinge wie das Wohnungseigentumsgesetz geht.
Es gibt Situationen, in denen der Einsatz eines Maklers weniger notwendig ist oder du schlicht die Zeit und das Know-how mitbringst. Wenn du zum Beispiel schon in der Immobilienbranche tätig warst oder wenn der Verkauf innerhalb der Familie oder an einen bekannten Nachbarn stattfindet, ist der Aufwand geringer.
Der Turbo-Verkauf im Boom-Gebiet
In Märkten mit extrem hoher Nachfrage – Stichwort: Berliner Speckgürtel oder boomende Universitätsstädte – verkaufen sich Wohnungen manchmal fast von selbst. Wenn du nur eine E-Mail an deine Kontakte schickst und sofort zehn Interessenten an der Tür stehen, brauchst du vielleicht keinen Vollprofi. Aber selbst dann kann ein Profi helfen, den letzten Euro aus dem Preis herauszuholen, indem er eine strukturierte Bieterrunde organisiert.
Essentielle Links
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Kostenbewusstsein und Kontrolle
Die Maklerprovision ist nicht ohne. Sie liegt oft zwischen 3 % und 7 % des Verkaufspreises plus Mehrwertsteuer, je nachdem, wer was zahlt (in Deutschland teilen sich Käufer und Verkäufer die Kosten meistens). Wenn du diese Kosten sparen willst und bereit bist, dich tief in die Materie einzuarbeiten, kannst du den Verkauf selbst managen. Du behältst die volle Kontrolle über jeden Schritt und jede Verhandlung.
Wenn du dich für professionelle Hilfe entscheidest, ist der nächste Schritt entscheidend: Wie finde ich den besten Partner? Nicht jeder Makler ist gleich, auch wenn sie alle die gleiche Dienstleistung anbieten. Du suchst einen Spezialisten für deine Region und deine Art von Immobilie.
Lokale Expertise schlägt allgemeines Wissen
Frag gezielt nach: Wie viele Wohnungen hat der Makler in deinem Stadtteil in den letzten zwei Jahren verkauft? Ein Makler, der sich nur auf Villen im Speckgürtel konzentriert, kennt vielleicht nicht die Feinheiten einer 60-Quadratmeter-Eigentumswohnung im dritten Stock eines Mehrfamilienhauses in der Innenstadt. Du brauchst jemanden, der die Käufer kennt, die genau nach deinem Objekt suchen.
Die Chemie muss stimmen
Denk daran: Du gibst dieser Person deine Schlüssel und dein Vertrauen. Die Person wird mit potenziell Fremden in deinem privaten Zuhause unterwegs sein und über deinen Besitz verhandeln. Fühlst du dich wohl? Ist der Makler ehrlich und transparent in seiner Kommunikation? Ein guter Makler hört dir zu und versteht, was dir wichtig ist – zum Beispiel ein schneller Verkauf oder eben der maximal mögliche Preis. Beim persönlichen Kennenlernen merkst du schnell, ob die Wellenlänge passt.
Vergleich der Vermarktungsstrategien
Lass dir zeigen, wie der Makler deine Wohnung vermarkten will. Das geht weit über ein einfaches Inserat auf den großen Portalen hinaus. Fragen, die du stellen solltest:
• Welche Art von Fotos kommen zum Einsatz? (Drohnenaufnahmen sind bei Wohnungen selten nötig, aber professionelle Innenaufnahmen sind Pflicht.)
• Gibt es ein Exposé mit Grundriss und allen wichtigen Daten?
• Wie aktiv bewirbst du die Wohnung bei vorgemerkten Interessenten?
• Wie sieht die Verhandlungsstrategie aus, um den besten Preis beim Wohnung verkaufen zu erzielen?
Die Kosten sind oft ein Punkt, der für Verunsicherung sorgt. In Deutschland regelt das Gesetz seit Ende 2020 meistens, dass sich Verkäufer und Käufer die Maklerprovision teilen, wenn es um den Verkauf von Wohnungen geht. Das heißt, wenn die Gesamtprovision 6 % beträgt, zahlt jeder 3 % des Kaufpreises.
Wichtig ist, dass du das vertraglich festhältst. Was genau ist in der Provision enthalten? Ist die Erstellung des Energieausweises, die Beschaffung der Unterlagen und die Organisation des Notartermins inklusive? Du brauchst klare Verhältnisse. Vermeide Verträge, in denen nachträglich zusätzliche Posten auftauchen, nur weil die Besichtigungen länger gedauert haben als geplant.
lohnt sich ein makler bei einer kleinen wohnung
Ja, oft lohnt er sich sogar mehr als bei einer großen Villa. Bei kleineren Wohnungen ist die Preisspanne enger, und ein Profi kann durch exakte Preisfindung und bessere Verhandlungstechnik oft mehr herausholen, als seine Provision kostet. Er spart dir zudem viel Verwaltungsaufwand.
was kostet ein makler im durchschnitt
Die Kosten variieren stark je nach Bundesland und Objektwert, liegen aber meistens zwischen 3 % und 3,57 % des Verkaufspreises für dich als Verkäufer. Die Gesamtprovision, die Käufer und Verkäufer teilen, liegt oft bei 6 % bis 7,14 % inklusive Mehrwertsteuer.
was muss ich alles für den verkauf vorbereiten
Du musst alle wichtigen Dokumente wie den Energieausweis, den aktuellen Grundbuchauszug und die Wohnflächenberechnung bereithalten. Zudem solltest du die Wohnung entrümpeln, damit sie hell und neutral wirkt. Ein professioneller Makler hilft dir bei der Zusammenstellung dieser Unterlagen.