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Verkauf von mietwohnungen

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Verkauf von mietwohnungen: Der erste Gedanke zählt

Bevor du den ersten Makler anrufst oder die Anzeige online stellst, musst du dir über die Rahmenbedingungen im Klaren sein. Die größte Hürde beim Verkauf einer Mietwohnung ist oft das Verhältnis zu deinen Mietern. Käufer interessieren sich oft für zwei Dinge: die Rendite und die Möglichkeit, selbst einzuziehen oder die Wohnung kurzfristig leer zu bekommen. Deine aktuellen Mietverhältnisse beeinflussen beides stark.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Verkauf?

Den perfekten Zeitpunkt gibt es selten, aber du kannst ihn besser einschätzen, wenn du die Marktlage kennst. Schau dir die aktuellen Immobilienpreise in deiner Stadt an. Steigen die Zinsen, wird es für Käufer schwieriger, Finanzierungen zu bekommen. Das drückt die Preise oft ein wenig. Wenn du aber eine Wohnung in einer Top-Lage hast, wo die Nachfrage immer hoch ist, kannst du trotzdem gute Preise erzielen. Es geht darum, deine individuelle Situation gegen die allgemeine Marktentwicklung abzuwägen. Frag dich: Brauche ich das Geld jetzt sofort, oder kann ich warten, bis sich die Zinslage vielleicht wieder beruhigt?

VIDEO: Vermieter verkauft: Eigenbedarf, Mieterhhung, Vorkaufsrecht?

Mietverhältnisse verstehen: Der größte Hebel

Hier trennen sich die Wege der Verkäufer. Du hast grundsätzlich zwei Hauptoptionen, die den Preis und die Dauer des Verkaufs stark beeinflussen:

• Verkauf mit bestehendem Mietvertrag: Der Käufer übernimmt die Immobilie, wie sie ist. Das ist oft einfacher für dich, weil du dich nicht um Kündigungen kümmern musst. Allerdings muss der neue Eigentümer die bestehenden Verträge respektieren. Das bedeutet, wenn die Miete unter dem Marktwert liegt, wird der Kaufpreis niedriger sein. Der Käufer muss einen Abschlag für das „Mietminderungspotenzial“ einkalkulieren.

• Verkauf nach Eigenbedarfskündigung: Du kündigst den Mietern selbst, damit die Wohnung leer verkauft wird. Das ist oft lukrativer, weil eine leerstehende Wohnung höhere Preise erzielt. Aber Achtung: Das Kündigungsrecht in Deutschland ist stark auf Mieterschutz ausgelegt. Du brauchst einen triftigen Grund, meist Eigenbedarf für dich oder nahe Angehörige. Eine Kündigung nur zum Zweck des Verkaufs ist nicht erlaubt.

Wenn du überlegst, den Verkauf mit Eigenbedarfskündigung anzugehen, informiere dich sehr genau über die gesetzlichen Fristen und Hürden. Fehler hier können den gesamten Verkaufsprozess um Jahre verzögern.

Die Vorbereitung: Dokumente und Präsentation

Egal, wie du verkaufst, eine saubere Vorbereitung ist das A und O. Potenzielle Käufer, besonders Investoren, wollen sofort alle wichtigen Fakten auf dem Tisch haben. Wenn du Dokumente nachreichen musst, wirkt das unprofessionell und verunsichert den Interessenten. Für einen erfolgreichen Verkaufsprozess ist es ratsam, sich umfassend über die Schritte zu informieren, wie Sie Ihre Immobilie einfach und schnell zum Erfolg verkaufen.

Checkliste für deine Unterlagen

Sammle diese Papiere frühzeitig. Das spart dir später viel Stress beim Notar und bei der Besichtigung:

• Aktueller Grundbuchauszug (nicht älter als sechs Monate).

• Alle aktuellen Mietverträge der Einheit.

• Mietaufstellung: Was wird monatlich gezahlt? Wann wurde die letzte Mieterhöhung durchgeführt?

• Energieausweis (gesetzlich Pflicht beim Verkauf).

• Baupläne, Grundrisse und Wohnflächenberechnungen.

• Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen (bei Wohnungen im Wohnungseigentum).

• Nachweis über durchgeführte Sanierungen oder Modernisierungen der letzten Jahre.

Wenn du eine vermietete Eigentumswohnung verkaufst, ist die Relation zwischen Kaufpreis und Miete entscheidend. Investoren rechnen oft mit der Brutto-Mietrendite. Das ist die Jahresnettokaltmiete geteilt durch den Kaufpreis mal 100. Je höher diese Zahl, desto interessanter die Immobilie für Kapitalanleger.

Die richtige Präsentation der Mietwohnung

Du fragst dich vielleicht: Muss ich die Wohnung schön herrichten, wenn sie vermietet ist? Ja, aber anders als bei einer Eigentumswohnung. Der Mieter lebt dort. Deine Aufgabe ist es, eine angenehme Atmosphäre für die Besichtigung zu schaffen, ohne in die Privatsphäre des Mieters einzudringen.

Sprich offen mit deinem Mieter. Erkläre ihm, dass du die Immobilie verkaufen möchtest. Ein kooperativer Mieter ist Gold wert. Er wird für ordentliche Besichtigungstermine sorgen und vielleicht sogar kleine Schönheitsreparaturen dulden. Wenn der Mieter blockiert, wird der Verkauf schwierig, weil Besichtigungen essenziell sind, um einen guten Preis zu erzielen.

Tipp: Lass die Besichtigungen so stressfrei wie möglich ablaufen. Biete dem Mieter an, bei den Terminen nicht anwesend zu sein, wenn ihm das lieber ist. Das nimmt Druck aus der Situation.

Makler ja oder nein? Die Entscheidungshilfe

Viele Verkäufer zögern, einen Makler zu beauftragen, weil sie die Provision sparen wollen. Gerade beim Verkauf von mietwohnungen kann ein erfahrener Profi aber den entscheidenden Mehrwert bringen.

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Was ein spezialisierter Makler leistet

Ein Makler, der Erfahrung mit dem Verkauf von vermietetem Bestand hat, kennt die spezifischen Käufergruppen. Er weiß, wie man Investoren anspricht und welche Fragen sie stellen werden. Er kann außerdem professionell die Kommunikation mit deinen Mietern übernehmen – das ist oft eine sehr wertvolle Entlastung für dich.

Er beurteilt realistisch, ob der höhere Preis für eine leerstehende Wohnung die Kündigungsrisiken und den Zeitaufwand rechtfertigt. Ein guter Makler verhandelt nicht nur, er qualifiziert die Interessenten vor. Das heißt, er prüft, ob der Interessent wirklich zahlungskräftig ist und ob seine Pläne (Eigenbedarf oder Vermietung) realistisch sind.

Die Kosten nicht scheuen

Die Maklerprovision wird geteilt (in Deutschland üblich). Sie ist zwar ein Kostenfaktor, aber wenn der Makler durch bessere Verhandlungen oder eine schnellere Abwicklung einen Mehrwert erzielt, der höher ist als seine Provision, hat sich die Beauftragung gelohnt. Sieh es als Investition in einen reibungslosen Ablauf beim Verkauf deiner Mietwohnung.

Fokus auf den Käufer: Was will er wirklich?

Der Käufer einer Mietwohnung hat andere Prioritäten als jemand, der ein Eigenheim sucht. Du musst deine Argumentation anpassen, wenn du den besten Preis erzielen willst.

Für den Investor: Die Zahlen sprechen lassen

Investoren schauen primär auf die Rendite und das Potenzial. Du musst schnell liefern können, welche Instandhaltungsrücklagen es gibt und wie hoch die Verwaltungskosten sind. Wenn du eine Wohnung mit unteraktueller Miete anbietest, sei ehrlich und erkläre, welches Steigerungspotenzial der neue Eigentümer nach der nächsten Kündigung hat. Das schafft Vertrauen.

Für Eigennutzer: Der Weg zur Räumung

Wenn du an einen Eigennutzer verkaufst, der die Wohnung selbst nutzen will, wird dieser sehr genau auf die rechtliche Situation der Mietverträge achten. Ist die Kündigungsfrist sehr lang (z. B. weil der Mieter sehr lange dort wohnt oder älter ist), sinkt das Interesse. Hier kann es helfen, wenn du dem Käufer eine realistische Einschätzung gibst, wie die Chancen bei einer eventuellen Eigenbedarfskündigung stehen, basierend auf deiner Erfahrung mit dem Mieter und der lokalen Rechtsprechung.

Sei transparent bezüglich möglicher Konflikte. Versteckspiel bringt dich nur in Schwierigkeiten beim Notartermin oder danach.

Der Verkaufsprozess bis zum Notar

Wenn du einen Käufer gefunden hast, beginnt die finale Phase. Der Kaufvertrag muss aufgesetzt werden. Bei einer vermieteten Einheit muss der Vertrag detaillierte Angaben zu den Mietverhältnissen enthalten. Der Notar benötigt dafür alle Unterlagen, die du schon vorbereitet hast.

Ein wichtiger Punkt ist die Übergabe der Kautionen. Die Mietkautionen, die du von deinen Mietern erhalten hast, musst du komplett an den Käufer abtreten. Das wird im Kaufvertrag festgehalten und beim Zahlungsvorgang berücksichtigt. Der Käufer zahlt dir weniger Kaufpreis, weil er diese Beträge später an die Mieter zurückzahlen muss.

Nimm dir Zeit für die Objektübergabe. Auch wenn die Wohnung vermietet ist, musst du dem Käufer Zugang gewähren, um den Zustand zu dokumentieren und die Zählerstände abzulesen. Diesen Termin solltest du unbedingt mit deinem Mieter abstimmen und sicherstellen, dass er konstruktiv abläuft.

Häufig gestellte fragen

wie lange dauert der verkauf einer mietwohnung?

Die Dauer variiert stark. Ein leerstehendes Objekt in Top-Lage verkauft sich oft in wenigen Wochen. Wenn du aber erst Eigenbedarf anmelden musst, kann der Prozess von der Kündigung bis zum Notartermin leicht 9 bis 12 Monate dauern, inklusive aller gesetzlichen Fristen. Sei geduldig und plane realistisch.

muss ich meinen mietern sagen, dass ich verkaufe?

Du bist nicht gesetzlich verpflichtet, deine Mieter über den geplanten Verkauf zu informieren. Viele Experten raten jedoch dazu, dies offen zu kommunizieren, sobald die Entscheidung gefallen ist. Ein informierter Mieter ist oft kooperativer bei Besichtigungsterminen, was den Verkauf beschleunigt.

bekomme ich mehr geld, wenn die wohnung leer ist?

In fast allen Fällen ja. Eine leerstehende Wohnung ist für Eigennutzer sofort nutzbar und für Investoren sofort planbar, was die Verhandlungsbasis verbessert. Der Aufschlag für eine leere Wohnung kann je nach Markt zwischen 5 und 15 Prozent liegen, hängt aber stark von der Attraktivität der Lage und dem Zustand der Immobilie ab.