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Bevor du überhaupt daran denkst, ein Inserat zu schalten, musst du dein Zuhause auf die Vermietung vorbereiten. Dieser erste Schritt legt den Grundstein für eine erfolgreiche und sorgenfreie Vermietung deines Hauses von privat.
den richtigen mietpreis finden
Der Preis ist oft der erste Stolperstein. Ist er zu hoch, bleibt das Haus lange leer, und du hast Kosten. Ist er zu niedrig, verschenkst du Geld. Wie findest du nun den fairen Mietpreis für dein Objekt in deiner Region?
• Schaue dir vergleichbare Mietobjekte an. Suche gezielt nach „Haus mieten vergleichspreise“ in deiner Stadt oder deinem Stadtteil. Achte darauf, dass Baujahr, Größe und Zustand ähnlich sind.
• Berücksichtige die Ausstattung. Eine moderne Einbauküche, ein gepflegter Garten oder ein neuer Energieausweis erlauben einen höheren Preis.
• Beziehe die Nebenkosten ein. Mache dir klar, was in der Kaltmiete enthalten ist und was später als Vorauszahlung für Heizung oder Wasser hinzukommt.
VIDEO: #73 Selten und Rar – Haus zum Vermieten (auch zum kaufen)
die dokumentation: was muss bereitstehen?
Ein seriöser Vermieter hat alle Unterlagen griffbereit. Das schafft Vertrauen bei potenziellen Mietern und schützt dich rechtlich. Wenn du dein Haus vermieten von privat planst, fehlen oft genau diese Papiere.
• Energieausweis: Diesen brauchst du zwingend für die Vermietung. Er gibt Auskunft über die Energieeffizienz deines Hauses. Ohne ihn riskierst du Bußgelder und potenzielle Mieter sind oft abgeschreckt.
• Grundriss und Fotos: Gute, helle Fotos sind das A und O. Zeige jeden Raum ehrlich. Ein Grundriss hilft Interessenten, sich die Raumaufteilung besser vorzustellen.
• Wichtige Dokumente: Halte Kopien vom Grundbuchauszug (zum Nachweis deiner Eigentümerschaft) und der Wohnflächenberechnung bereit.
Nützliche Quellen
Bereichere dein Wissen über Haus zu vermieten von privat mit diesen essenziellen Lesematerialien.
• Haus vermieten: So machen Sie es richtig! | immoverkauf24
kleine reparaturen, große wirkung
Bevor jemand einzieht, solltest du Mängel beheben. Ein tropfender Wasserhahn oder eine lose Steckdose wirken auf Mieter wie ein Zeichen, dass das gesamte Haus vernachlässigt ist. Kleine Investitionen vorab sparen dir Ärger hinterher. Prüfe besonders Fenster, Türen und die Heizungsanlage auf Funktionstüchtigkeit.
Die Anzeige ist geschaltet, und bald trudeln die ersten Anfragen ein. Nun beginnt die spannende, aber auch sensible Phase: die Auswahl. Du suchst jemanden, der dein Zuhause pflegt und pünktlich zahlt – das ist dein Hauptziel beim Haus zu vermieten von privat.
eine aussagekräftige anzeige formulieren
Deine Anzeige muss klar sagen, was du bietest und wer angesprochen ist. Vermeide vage Formulierungen. Sei direkt und ehrlich über die Besonderheiten deines Hauses.
• Stichwort „idealer mieter“: Wenn du eine ruhige Familie mit Kindern suchst, schreibe das ruhig hinein. Das hilft, unpassende Anfragen herauszufiltern.
• Objektbeschreibung: Beschreibe die Lage detailliert. Wie ist die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel? Wie weit ist es zum nächsten Supermarkt?
• Mietdetails: Gib Kaltmiete, Nebenkosten (schätze diese realistisch ein!) und die Kaution klar an.
die besichtigungen meistern
Du wirst wahrscheinlich viele Anfragen bekommen. Sei von Anfang an professionell, aber freundlich. Bei der Besichtigung geht es darum, einen Eindruck zu gewinnen – nicht nur für den Mieter, sondern auch für dich.
Lade immer mehrere Interessenten hintereinander ein, statt Einzeltermine für alle zu vereinbaren. Das spart Zeit und du hast einen direkten Vergleich. Achte während der Besichtigung auf Details: Sind die Leute pünktlich? Stellen sie sinnvolle Fragen zum Haus? Wirken sie gepflegt und verantwortungsbewusst?
die prüfung: bonität und zuverlässigkeit
Das Bauchgefühl ist wichtig, aber Zahlen lügen nicht. Bevor du den Schlüssel übergibst, musst du die finanzielle Sicherheit des potenziellen Mieters prüfen. Das ist dein wichtigstes Werkzeug, um Zahlungsausfälle zu vermeiden, wenn du privat vermietest.
• Selbstauskunft anfordern: Lass jeden Interessenten einen standardisierten Bogen ausfüllen. Dort fragt du nach Beruf, Einkommenshöhe und bestehenden Mietverhältnissen.
• Einkommensnachweise verlangen: Bitte um die letzten drei Gehaltsabrechnungen. So siehst du, ob das angegebene Einkommen stimmt und ob es konstant ist.
• Schufa-Auskunft prüfen: Die Bonitätsauskunft der Schufa ist entscheidend. Sie zeigt, ob dein potenzieller Mieter in der Vergangenheit Zahlungsschwierigkeiten hatte. Du forderst diese Auskunft beim Mieter an, er bezahlt sie und legt sie dir vor.
Du hast dich entschieden. Herzlichen Glückwunsch! Jetzt kommt der wichtigste Schritt, um dein Haus langfristig sicher zu vermieten: der Mietvertrag. Als privater Vermieter bist du oft in Versuchung, eine Vorlage aus dem Internet zu nehmen. Aber Vorsicht: Dein Vertrag muss zu deinem Haus und zu deinem neuen Mieter passen.
welche vertragsform wählst du?
Für die Vermietung eines ganzen Hauses wählst du fast immer den klassischen unbefristeten Wohnraummietvertrag. Das gibt dir und dem Mieter Sicherheit.
• Unbefristet: Läuft, bis einer von euch kündigt. Bietet die größte Stabilität.
• Befristet (mit konkretem Grund): Nur ratsam, wenn du das Haus in ein paar Jahren wirklich selbst nutzen willst (Eigenbedarf). Du musst den Grund genau im Vertrag angeben.
essenzielle inhalte des mietvertrages
Achte penibel darauf, dass diese Punkte im Vertrag stehen. Sie sind dein Schutzschild, besonders wenn es um die Nebenkostenabrechnung oder Schönheitsreparaturen geht.
• Genaue Miethöhe: Aufschlüsselung in Kaltmiete und Nebenkosten-Vorauszahlung.
• Kaution: Lege die Höhe fest (maximal drei Nettokaltmieten). Du musst dieses Geld getrennt von deinem Privatvermögen auf einem Kautionskonto anlegen. Das ist gesetzlich vorgeschrieben!
• Kleine Reparaturen (Kleinreparaturklausel): Hier kannst du festlegen, dass der Mieter kleinere Schäden bis zu einer bestimmten Summe (z. B. 100 Euro pro Schadensfall) selbst trägt. Wichtig: Die Klausel muss fair formuliert sein, sonst ist sie unwirksam.
• Schönheitsreparaturen: Wer streicht Wände beim Auszug? Hier gibt es viele ungültige Klauseln. Im Zweifel gilt: Wenn der Mieter unrenoviert eingezogen ist, muss er beim Auszug auch nicht renovieren. Lass dich hier beraten, wenn du eine starre Renovierungspflicht festlegen willst.
die übergabe: das protokoll zählt
Der Tag der Schlüsselübergabe ist der wichtigste Termin für die spätere Beweisführung. Führe ein detailliertes Übergabeprotokoll. Gehe mit dem Mieter durch das ganze Haus.
Dokumentiert alles: Kratzer im Parkett, Flecken am Kühlschrank, Füllstand der Heizungstanks. Nutze Fotos und schreibe jeden Mangel exakt auf. Beide Parteien unterschreiben das Protokoll. Das vermeidet Streit über den Zustand der Immobilie, wenn der Mieter Jahre später auszieht und du die Kaution zurückzahlst.
Du hast alles richtig gemacht, der Mieter ist eingezogen. Jetzt beginnt die Langstrecke. Auch als privater Vermieter hast du Pflichten, die du nicht ignorieren darfst.
mietzahlungen und abrechnungen
Überprüfe jeden Monat, ob die Miete pünktlich eingeht. Wenn nicht, handle sofort. Warte nicht erst zwei Wochen, sondern schreibe am dritten Tag des Monats eine freundliche Erinnerung. Bei wiederholter Verzögerung musst du handeln, um deine Rechte zu wahren.
Die jährliche Nebenkostenabrechnung ist Pflicht. Sammle alle Belege (Heizkosten, Wasser, Müll) und rechne zeitnah ab. Sei transparent. Wenn der Mieter nachzahlen muss, gib ihm dafür eine angemessene Frist.
instandhaltung und reparaturen
Dein Haus muss bewohnbar bleiben. Meldet der Mieter einen Schaden, musst du reagieren. Kleinere Reparaturen, die unter die Kleinreparaturklausel fallen, kannst du dem Mieter überlassen. Größere Schäden (zum Beispiel ein defekter Boiler) sind deine Verantwortung und müssen zeitnah behoben werden, damit der Mieter seinen vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache hat.
was darf ich als miete verlangen?
Du darfst die ortsübliche Vergleichsmiete nicht überschreiten, es sei denn, es liegt eine umfassende Modernisierung vor. Informiere dich über die Mietpreisbremse in deiner Region, da diese die zulässige Höchstmiete zusätzlich begrenzen kann. Rechne deine Kosten sorgfältig aus und vergleiche sie mit ähnlichen Angeboten.
muss ich bei einer besichtigung dabei sein?
Ja, als privater Vermieter solltest du die Besichtigungen leiten oder zumindest anwesend sein. Du musst einen Eindruck von den Interessenten bekommen, um die Schufa-Daten und die Selbstauskunft besser einordnen zu können. Zudem kannst du auf Fragen zum Haus direkt antworten.
wie lange darf die mietkaution auf meinem konto liegen?
Die Kaution musst du getrennt von deinem Privatvermögen auf einem separaten Kautionskonto anlegen. Dieses Geld gehört dem Mieter, bis das Mietverhältnis beendet ist. Nach dem Auszug hast du in der Regel drei bis sechs Monate Zeit, um eventuelle Forderungen (z.B. wegen fehlender Reparaturen oder Nachzahlungen) geltend zu machen. Danach kannst du das Geld an den Mieter auszahlen.