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Grundstücke immowelt

Grundstücke immowelt

Die Suche nach dem richtigen Grundstück auf immowelt

Immowelt ist eine riesige Plattform, das weißt du wahrscheinlich schon. Millionen von Angeboten tummeln sich dort. Wenn du gezielt nach Grundstücke zum Kaufen suchst, brauchst du eine klare Strategie. Die erste Hürde ist oft die schiere Menge an Treffern. Wie filterst du das Richtige heraus?

Dein Suchprofil schärfen

Bevor du tagelang durch Exposés scrollst, mach dir klar, was du wirklich brauchst. Ein großer Garten ist schön, aber brauchst du wirklich anderthalbtausend Quadratmeter? Oder reicht dir ein kleineres Baugrundstück für ein Einfamilienhaus? Schreibe dir deine Prioritäten auf. Das spart Zeit und Nerven.

Denk an diese Punkte:

• Lage und Infrastruktur: Wie weit ist es zur Arbeit? Brauchst du Schulen oder Ärzte in der Nähe? Manchmal ist die ruhige Lage schön, aber der Weg zum Bäcker wird zur täglichen Expedition.

• Größe und Zuschnitt: Wie viel Fläche benötigst du für dein geplantes Haus und den Außenbereich? Ein langes, schmales Grundstück stellt andere Anforderungen an die Architektur als ein quadratisches.

• Bebauungsplan: Das ist ein zentraler Punkt. Was darfst du dort überhaupt bauen? Ein Blick in die Filteroptionen hilft dir, von vornherein Angebote auszuschließen, die nicht zu deinen Vorstellungen passen, etwa wenn du ein Grundstück mit Garage bauen möchtest und der Plan das nicht zulässt.

VIDEO: Wie du dir Herrenlose Grundstcke fast kostenfrei aneignest! | Immotege

Die Immowelt-Filter richtig nutzen

Nutze die Suchmaske von immowelt weise. Setze die Preisspanne realistisch an, basierend auf dem lokalen Markt. Wenn du nach Grundstückspreisen in ländlichen Regionen suchst, sind die Werte anders als in Ballungszentren. Setze den Umkreis um deinen Wunschort so eng, dass es für dich noch passt.

Ein Tipp, den viele übersehen: Achte auf die Unterscheidung zwischen erschlossenem und unerschlossenem Bauland. Steht dort „sofort bebaubar“, ist das Gold wert. Ist es noch nicht erschlossen, kommen später hohe Kosten für Wasser-, Strom- und Abwasseranschlüsse auf dich zu. Das ist ein Kostenfaktor, den du frühzeitig einkalkulieren musst, wenn du Bauland günstig erwerben willst.

Was bedeutet Baurecht und warum ist es wichtig?

Du hast ein schönes Grundstück in idyllischer Lage gefunden. Perfekt! Jetzt kommt der Moment, in dem du tief durchatmen musst, denn jetzt wird es juristisch. Das Baurecht entscheidet darüber, ob dein Traumhaus dort stehen darf, wie es aussehen darf und wie groß es sein darf. Hier reden wir vom Bebauungsplan, oft kurz B-Plan genannt.

Den Bebauungsplan verstehen

Der Bebauungsplan ist im Grunde das Regelwerk für dein Grundstück. Er wird von der Gemeinde aufgestellt. Wenn du ein Grundstück kaufst, das im Geltungsbereich eines B-Plans liegt, musst du dich an dessen Vorgaben halten. Das ist sicherer für dich, da du weißt, was du bauen darfst.

Typische Vorgaben im B-Plan sind:

• Art der baulichen Nutzung: Nur Wohnen? Oder dürfen es auch Läden sein (reine Wohngebiete sind am häufigsten)?

• Maße: Wie hoch darf das Gebäude maximal sein (Firsthöhe)? Wie viele Vollgeschosse sind erlaubt?

• Grundflächenzahl (GRZ): Wie viel Prozent der Grundstücksfläche darf tatsächlich mit dem Haus überbaut werden?

Wenn du ein Inserat siehst, das von „freier Bebauung“ spricht, ist das oft verlockend. Das heißt meist, es gibt keinen spezifischen B-Plan. Dann greifen die Vorschriften des Baugesetzbuches (§ 34 BauGB), die sich am Umfeld orientieren. Das kann flexibel sein, birgt aber auch Unsicherheiten. Wenn du das erste Mal ein Grundstück bebauen willst, rate ich dir, nach einem Grundstück mit klarem B-Plan zu suchen.

Nützliche Websites

Tauche tiefer in das Thema Grundstücke immowelt ein mit diesen nützlichen Quellen.

Grundstück kaufen in Deutschland – 18.507 Angebote | immowelt

Die Erschließung: Ein Kostenfaktor

Ein weiterer Punkt, der oft unter dem Radar fliegt, ist die Erschließung. Ein Grundstück ist erschlossen, wenn es über die notwendigen Medien verfügt: Wasser, Abwasser, Strom und Zufahrt. Wenn du ein erschlossenes Baugrundstück kaufst, sind die Anschlüsse bis zur Grundstücksgrenze gelegt. Die Kosten dafür sind bereits im Kaufpreis enthalten oder zumindest kalkulierbar.

Ist das Grundstück unerschlossen, musst du für die Leitungen bis zur Straße selbst aufkommen. Das können schnell fünfstellige Beträge werden. Frage explizit beim Makler oder Verkäufer nach: „Ist das Grundstück voll erschlossen und liegen die Bescheide für die Erschließungsbeiträge bereits vor?“ Eine klare Antwort erspart dir böse Überraschungen nach dem Kauf.

Der Weg zur Finanzierung des Grundstücks

Du hast dein Wunschobjekt gefunden. Der Preis scheint fair. Jetzt kommt die kalte Dusche der Zahlen. Die Finanzierung eines Grundstücks unterscheidet sich von der Finanzierung einer fertigen Immobilie. Beim Hauskauf finanzierst du eine fertige Einheit. Beim Grundstück kaufst du erst einmal nur Land, das du später bebauen musst.

Eigenkapital und Grundstückskauf

Banken sind beim reinen Grundstückskauf oft vorsichtiger. Ein unbebautes Grundstück wirft keine Mieteinnahmen ab und kann im Notfall schlechter verwertet werden als eine bereits stehende Immobilie. Deshalb verlangen die meisten Kreditgeber für den Kauf von Grundstücken zur Bebauung einen höheren Eigenkapitalanteil, oft 20 bis 30 Prozent des Kaufpreises.

Du brauchst also eine solide Planung, um nicht nur den Kaufpreis, sondern auch die Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Gerichtskosten) abdecken zu können. Diese Nebenkosten summieren sich schnell auf 10 bis 15 Prozent des Kaufpreises – das muss dein Eigenkapital polstern.

Die Baufinanzierung im Blick

Wenn du weißt, dass du das Grundstück kaufen und darauf bauen möchtest, sprich frühzeitig mit deiner Bank über eine Kombinationsfinanzierung. Das heißt, du finanzierst den Grundstückserwerb und den anschließenden Bau in einem Paket. Wichtig hierbei ist die sogenannte Fertigstellungsbürgschaft. Damit sichert die Bank ab, dass das Geld nur dann freigegeben wird, wenn die Baufortschritte tatsächlich erzielt wurden.

Wenn du auf immowelt gezielt nach Grundstücken mit Bauvoranfrage suchst, zeigst du der Bank, dass du bereits einen ersten Schritt in Richtung Genehmigung gemacht hast. Das erhöht deine Verhandlungsposition.

Besichtigung und Due Diligence beim Grundstück

Die Besichtigung eines Grundstücks ist anders als die Besichtigung eines Hauses. Du siehst keine Wände, die du prüfen musst. Du prüfst die Umgebung, die Nachbarschaft und die Fakten, die dir der Verkäufer liefert.

Die Umgebung genau prüfen

Nimm dir Zeit für die Besichtigung. Fahre nicht nur einmal hin. Komme am Wochenende und vielleicht einmal am Abend. Wie ist die Lärmbelästigung? Gibt es eine große Straße in der Nähe, die auf dem Foto nicht sichtbar war?

Stelle dir folgende Fragen:

• Gibt es sichtbare Probleme wie extreme Hanglage, viel Schattenwurf durch hohe Nachbargebäude oder Wasseransammlungen nach Regen?

• Wie ist die Bodenbeschaffenheit? Ein stark lehmiger Boden oder hoher Grundwasserspiegel können später teure Gründungsmethoden erfordern.

• Sind die Grenzsteine klar definiert und sichtbar?

Wenn du ein Inserat für ein Baugrundstück mit altem Baumbestand siehst, erkundige dich, ob diese Bäume gefällt werden dürfen. Manchmal stehen sie unter Naturschutz, und du kannst deine geplante Terrasse nicht dort bauen, wo du es möchtest.

Die Rolle des Notars und des Grundbuchs

Der Kaufvertrag wird beim Notar beurkundet. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Bevor du unterschreibst, musst du unbedingt ins Grundbuch schauen. Dein Notar hilft dir dabei, aber du solltest wissen, wonach du suchst.

Im Grundbuch, Abteilung II, siehst du die sogenannten Lasten und Beschränkungen. Stehen dort Wegerechte für Nachbarn? Wohnrechte für Dritte? Oder Dienstbarkeiten, die deine zukünftige Bebauung einschränken? Diese Rechte bleiben beim Grundstück und gehen auf dich über. Du kaufst das Grundstück so, wie es im Grundbuch steht. Diese Informationen sind wichtiger als jedes Hochglanzexposé. Wenn du dir unsicher bist, ob das Grundstück in einer ruhigen Wohngegend wirklich frei von Belastungen ist, ziehe einen Rechtsanwalt hinzu, der sich auf Immobilienrecht spezialisiert hat.

Häufig gestellte fragen

wie finde ich heraus, ob auf dem grundstück giftboden liegt

Das nennt man Altlastenprüfung. Wenn das Grundstück vor der Bebauung anders genutzt wurde (z.B. als Gewerbe- oder Tankstellengelände), solltest du einen Bodengutachter beauftragen. Die Gemeinde oder der Verkäufer können oft schon Informationen geben, ob eine Altlastenuntersuchung vorliegt. Frage explizit danach, bevor du den Kaufvertrag unterschreibst.

kann ich jedes grundstück auf immowelt sofort bebauen

Nein, das ist nicht garantiert. Prüfe immer den Bebauungsplan oder frage nach, ob eine Bauvoranfrage gestellt wurde und positiv beschieden ist. Ein unbebautes Grundstück ist nicht automatisch ein sofort bebaubares Baugrundstück. Fehlen die Erschließungsanschlüsse oder gibt es Nutzungsbeschränkungen, kann der Baubeginn Jahre dauern oder unmöglich werden.

was kostet die grunderwerbsteuer beim grundstückskauf

Die Grunderwerbsteuer ist eine Steuer, die beim Kauf von Immobilien oder Grundstücken fällig wird und an das jeweilige Bundesland gebunden ist. Die Sätze variieren derzeit stark zwischen 3,5 Prozent (zum Beispiel Bayern) und 6,5 Prozent (zum Beispiel Brandenburg oder Nordrhein-Westfalen) des Kaufpreises. Diese Kosten musst du zusätzlich zum eigentlichen Kaufpreis einplanen.