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Gebäude kaufen

Gebäude kaufen

Der erste Schritt: Was will ich wirklich kaufen?

Bevor du dich in die aufregende Suche nach dem perfekten Objekt stürzt, musst du dir über deine eigenen Ziele klar werden. Ein Fehler, den viele machen, ist, sich blind in die Optik zu verlieben. Aber ein Gebäude ist mehr als nur eine Fassade. Überlege genau, wofür du es nutzen willst. Geht es um Wohnen, um eine Kapitalanlage oder vielleicht um eine Mischung, wie ein Mehrfamilienhaus kaufen?

Wohnen versus Investition

Wenn du selbst darin wohnen möchtest, stehen ganz andere Kriterien im Vordergrund als bei einer reinen Geldanlage. Für dich zählt vielleicht die Nähe zum Kindergarten oder die Ruhe der Nachbarschaft. Beim Investment zählt vor allem die Rendite. Wie hoch ist die potenzielle Mieteinnahme? Wie sieht die Nachfrage in dieser Gegend aus?

Nimm dir Zeit für diese grundlegende Klärung. Schreibe eine Liste. Was sind deine Muss-Kriterien und was sind nur nette Extras? Wenn du ein bestehendes Gebäude kaufst, planst du vielleicht auch Sanierungen. Wie viel Arbeit steckt in dem Objekt? Ein älteres Haus kaufen bedeutet oft mehr Instandhaltungsaufwand. Sei ehrlich zu dir selbst, wie viel Zeit und Budget du dafür aufbringen kannst.

Finanzierung klären, bevor es ernst wird

Das ist der vielleicht wichtigste praktische Schritt beim Gebäude kaufen. Viele warten mit der Finanzierungsanfrage, bis sie das Traumobjekt gefunden haben. Das ist riskant. Wenn du dann schnell handeln musst, stehst du unter Druck. Eine klare Vorstellung von deinem Budget brauchst du schon vorher.

Setz dich mit deiner Bank oder einem unabhängigen Finanzierungsberater zusammen. Du musst wissen, wie viel Kredit du bekommen kannst und welche monatliche Belastung du dir wirklich leisten willst. Vergiss nicht die Nebenkosten! Die sind beim Immobilienkauf nicht unerheblich. Du musst Grunderwerbsteuer, Notar- und Gerichtskosten sowie die Maklerprovision einkalkulieren. Diese Kosten summieren sich schnell auf 8 bis 15 Prozent des Kaufpreises.

Puffer einplanen

Wenn du deine maximale Finanzierungssumme kennst, ziehe davon noch einmal einen Puffer ab. Warum? Weil immer unvorhergesehene Reparaturen anfallen, gerade bei älteren Gebäuden. Wenn du das Haus kaufst, brauchst du Geld auf der hohen Kante für den Start. Dieses Polster gibt dir Ruhe.

Die Objektsuche: Wo finde ich das Richtige?

Die klassische Suche läuft online. Du durchforstest Portale, schaust dir Exposés an. Aber unterschätze niemals das lokale Netzwerk. Wenn du ein interessantes Mehrfamilienhaus kaufen möchtest, sprich mit lokalen Maklern, die sich auf diese Sparte spezialisiert haben. Manchmal gibt es Objekte, die noch gar nicht öffentlich inseriert sind.

Achte bei der Besichtigung auf Details. Gehe nicht nur mit dem Verkäufer oder Makler durch die Räume. Schau dir die Nachbarschaft an. Wie ist die Infrastruktur? Wenn du ein Gewerbeobjekt kaufst, wie ist die Verkehrsanbindung? Wenn es dein erstes Gebäude ist, nimm vielleicht jemanden mit, der Erfahrung hat – einen Bauingenieur, einen Handwerker oder jemanden, der schon einmal ein Haus gekauft hat und kritisch hinschaut.

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Checkliste für die Besichtigung

Sei kritisch. Schau nicht nur auf die frische Farbe. Hier sind ein paar Punkte, die du unbedingt prüfen solltest:

• Das Dach: Wie alt ist die Dacheindeckung? Gibt es Feuchtigkeitsschäden?

• Die Heizung: Wie alt ist die Anlage? Welche Energiequelle nutzt sie? Das beeinflusst deine laufenden Kosten stark.

• Die Bausubstanz: Gibt es Risse im Fundament? Ist der Keller trocken?

• Fenster und Dämmung: Schlechte Isolierung treibt deine Heizkosten in die Höhe.

• Rechtliches: Sind alle Genehmigungen für Umbauten vorhanden?

Bewertung und Preisverhandlung

Du hast ein spannendes Gebäude gefunden. Jetzt kommt der schwierigste Teil: den fairen Preis herausfinden. Der Angebotspreis ist oft nur ein Startpunkt. Recherchiere vergleichbare Verkäufe in der Gegend. Was haben ähnliche Objekte in den letzten sechs Monaten gekostet? Das gibt dir eine realistische Basis.

Wenn du Mängel findest, nutze diese als Argumentationshilfe in der Preisverhandlung. Wenn die Heizung in fünf Jahren sowieso getauscht werden muss, rechne die Kosten dafür aus und ziehe diesen Betrag vom Angebotspreis ab. Sei höflich, aber bestimmt. Du kaufst ein Geschäft, keine Freundschaft. Dein Ziel ist es, einen fairen Preis zu erzielen.

Ein wichtiger Tipp: Lass dir Zeit mit dem Angebot. Wenn du sofort den vollen Preis bietest, signalisierst du, dass du bereit bist, mehr zu zahlen. Oft ist es besser, ein erstes, leicht niedrigeres Gebot abzugeben und zu warten, wie der Verkäufer reagiert. So zeigst du Interesse, lässt aber Verhandlungsspielraum.

Der Kaufvertrag und der Notartermin

Wenn ihr euch preislich einig seid, folgt der Kaufvertrag. In Deutschland muss jeder Immobilienkauf notariell beurkundet werden. Das klingt bürokratisch, ist aber dein Schutz. Der Notar stellt sicher, dass alle rechtlichen Formalitäten korrekt ablaufen.

Lies den Vertragsentwurf sorgfältig durch, bevor du zum Termin gehst. Lass dir unbekannte Paragraphen erklären. Wenn du unsicher bist, nimm einen eigenen Anwalt mit, der nur deine Interessen vertritt. Das kostet zwar extra, aber es verhindert teure Überraschungen nach der Unterschrift.

Unverzichtbare Quellen

Erkunde diese relevanten Quellen, um dein Wissen über Gebäude kaufen zu erweitern.

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Was im Vertrag wichtig ist

Achte besonders auf diese Punkte:

• Die genaue Beschreibung des Kaufgegenstandes: Sind alle Flächen und Gebäudeteile korrekt erfasst?

• Die Übergaberegelung: Wann wird das Gebäude offiziell dein Besitz und wann übernimmst du die Schlüssel?

• Die Gewährleistung: Wird das Gebäude „gekauft wie gesehen“ oder gibt es Garantien für bestimmte Mängel? Bei Bestandsgebäuden wird die Gewährleistung oft ausgeschlossen, daher ist die vorherige Besichtigung so wichtig.

• Kostenverteilung: Wer zahlt Notar, Grunderwerbsteuer und eventuelle Maklergebühren? Das steht normalerweise detailliert im Vertrag.

Wenn du den Vertrag unterschrieben hast, bist du einen riesigen Schritt weiter. Kurz darauf wird die Vormerkung im Grundbuch eingetragen. Das ist deine Reservierung. Erst wenn die Finanzierung steht und die Grunderwerbsteuer bezahlt ist, erfolgt die finale Umschreibung und du wirst der neue Eigentümer. Dieser Prozess kann einige Wochen dauern, aber ab dem Moment der Unterschrift weiß jeder: Dieses Gebäude gehört bald dir.

Häufig gestellte fragen

was kostet mich das alles außer dem kaufpreis

Du musst mit zusätzlichen Kosten für den Kauf rechnen. Dazu gehören die Grunderwerbsteuer, die je nach Bundesland zwischen 3,5 % und 6,5 % liegt. Hinzu kommen die Notar- und Gerichtskosten, die etwa 1,5 % bis 2 % des Kaufpreises ausmachen. Und falls ein Makler beteiligt war, kommt dessen Provision noch dazu.

sollte ich einen makler beauftragen, wenn ich ein gebäude kaufen will

Das hängt von deiner Erfahrung und Zeit ab. Ein guter Makler kennt den Markt vor Ort und hat Zugang zu Objekten, die noch nicht öffentlich ausgeschrieben sind. Wenn du wenig Zeit hast oder wenig Erfahrung mit Immobilienverhandlungen, kann ein Makler dir viel Stress ersparen und dir helfen, den richtigen Preis zu finden. Er kostet aber auch Geld.

wie lange dauert der gesamte prozess eigentlich

Der gesamte Prozess, von der ersten Suche bis zur Schlüsselübergabe, kann stark variieren. Eine intensive Suche kann wenige Wochen dauern, aber oft vergehen drei bis sechs Monate, bis die Finanzierung gesichert ist, der Notartermin stattfindet und das Grundbuch umgeschrieben ist. Sei geduldig, gute Dinge brauchen Zeit, besonders wenn es um solch wichtige Anschaffungen geht.